Eröffnung des „Imasgo Atelier“ in Hammelbach

Ein neues Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe startet

Hilfe mit Spenden für die Schaffung besserer Bildungschancen für Kinder in einem der ärmsten Länder der Welt ist die eine Seite der Aktivitäten der Birkenauer Gruppe „Christen für Afrika". Einen Schritt weiter gehen die begonnenen Projekte für berufliche Ausbildung, damit Schulabgänger eine Perspektive haben, selbst Geld zu verdienen und so die Entwicklung vor Ort voran zu bringen. Ausbildungen für Schneider und Weber laufen bereits, in der Vorbereitung befindet sich ein Ausbildungsgang für Elektrotechnik und Solaranlagen-Installation.

Viele junge Menschen versuchen darüber hinaus, sich mit traditionellem Kunsthandwerk ein Einkommen zu verschaffen, nur hapert es oft an Absatzmöglichkeiten.

Hier soll in Zukunft verstärkt durch fairen Handel eine Chancenverbesserung auf Augenhöhe erreicht werden.

Angedacht ist dazu ein mobiles Verkaufskonzept, das die in Imasgo hergestellten Waren über das Internet bekannt macht und sie im Imasgo Atelier zur Ansicht und zum Kauf anbietet. Außerdem werden Aktionsstände bei verschiedenen Gelegenheiten wie z.B. dem Nikolausmarkt in Birkenau dazu genutzt.

Hier finden Sie eine Liste der bisher verfügbaren Artikel aus Burkina Faso: ImasgoAtelier-Katalog

 

 

Einladung zur Eröffnung des Imasgo Ateliers.

Der Wackellöwe - viele Figuren dieser Art erstellt ein Künstler aus der Katechetensschule in Imasgo.

Dame aus Bronze.

Mit einem afrikanischen Eröffnungsfest soll dieses Konzept nun im „Imasgo Atelier“ in Hammelbach, Auf der Hard 22 gestartet werden.

Dort ist Martine Rüdinger, seit 2013 Mitglied der „Christen für Afrika“ aktiv und lädt alle Interessierten für das Wochenende 24. und 25. Juni ein. Rüdinger hat mehrfach einige Wochen in Imasgo verbracht und ist bestens vertraut mit der Situation vor Ort.

Das „Imasgo Atelier“ ist Teil der neuen Strategie. In Hammelbach werden direkt aus Imasgo mitgebrachte Artikel angeboten. Darüber hinaus wurden größere Mengen burkinischer Kunsthandwerk-Artikel vom zentralen Einkaufslager für Weltläden aus Münsterschwarzach geholt. Burkina Faso soll der Schwerpunkt der verkauften Artikel sein – gute Ideen werden aber auch aus anderen Ländern angeboten, nicht zuletzt um auszutesten, was in unserer Region verkäuflich ist und was weniger gut. Die Auswertung darüber soll wiederum in Imasgo zur Diskussion gestellt werden, um zukünftige Aufträge besser planen zu können.

Das vielfältige Eröffnungs-Programm startet am Samstag um 17 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr und bietet neben dem Verkauf von kunsthandwerklichen Artikeln: Trommelabend am Samstag mit der Gruppe Tako Lulu (ab 20:30), Trommelworkshop mit Frau Morweiser am Sonntag; kulinarisch gibt es burkinische Spezialitäten wie, Dégué, Riz gras, Gemüse mit Erdnusssoße, Zommkom (eau de bienvenue) und Bissap, außerdem frische Mangos, gebackene Kochbananen, frittierte Yams. Kaffee und Kuchen wird ebenfalls angeboten.

Aktiv können Besucher sich beteiligen beim Selbst herstellen von Ketten mit Perlen aus Burkina Faso, bei der Herstellung von kleinen Canaris (Tongefäße zum Kochen z.B. von Suppen). Eine Fotoausstellung, Informationen über die Projekte in Imasgo und eine Schmuckbörse – Besucher können ausgedienten Schmuck mitbringen - runden das Angebot ab.

 

 

Elegante Tasche im typisch burkinischen Design.

 

 

 

Viele kreative Formen von Fahrrädern, Mopeds, Autos aus allen metallischen Resten, die die Künstler finden gibt es ebenso wie Kronkorken-Topfuntersetzer u.a.