Atelier im Imasgo-Treff geöffnet mit Sonderausstellung Bronze-Guss
Sonntag, 25. August 2019, 11 bis 16 Uhr

Große Sonder-Ausstellung neuer Bronzefiguren und eine Demonstration der Arbeit der Künstler Patrice Balma und Eva Ouédraogo

Besonders die Ausstellung zahlreicher neuer Bronzefiguren des Künstlers Patrice Balma ist hervorzuheben. Das Bronzekunsthandwerk, eine virtuose Verbindung von Weichheit und Formbarkeit des Wachses mit der Härte und Schlichtheit der Bronze, hat lange Tradition in Burkina Faso und erfährt durch Balma, beständig auf der Suche nach Perfektion, eine Verfeinerung und Konzentration auf das Element der Bewegung. Seine Kunstwerke sind klassisch und zeitgenössisch zugleich und bestechen durch ihre Suche nach der Form höchster Ausdruckskraft.

Schauen sie einfach mal vorbei.

Außerdem gibt es Nüsse und Honig aus Imasgo und Mango-Stücke aus Burkina.

Bronze-Gießen - wie geht das?

Mit Hilfe eines Modells aus Wachs, welches genau dem gewünschten zu gießenden Objekt gleicht, wird eine Negativform hergestellt. Das fertige Wachsmodell wird hierzu mit dem Lehm umhüllt.

Danach wird die Form getrocknet, dabei entweicht das Quellungswasser. Als nächstes muss das Wachs  ausgebrannt werden, so dass der Formhohlraum entstehen kann. Nachdem das Wachs ausgeschmolzen ist, muss die Form gebrannt werden.

Das Schmelzen der Bronze erfolgt im Schmelzofen. Bronze ist über 1.000 ºC flüssig und muss bis etwa 1.150ºC erhitzt werden. Die Form wird zerschlagen um den Guss zu erhalten. Die Form ist nun verloren, und für weitere Güsse müssen neue Formen gemacht werden. Um aus dem Roh-Guss einen fertigen Gegenstand zu machen, muss er geschliffen werden. Am Ende kann der Guss poliert werden.